So viel zur “Profisängerin”

Gerade musste ich eine unangenehme Erfahrung mit einer sich selbst als Profi bezeichnenden Sängerin machen und möchte hiermit einmal klarstellen, was ich als gar nicht professionell erachte.

Derzeit bin ich in den Endzügen meiner Abschlussprüfung an der WAVE AKADEMIE für Digitale Medien. Ich produziere für ein sehr großes und bekanntes Berliner Unternehmen (das Geheimnis wird dann bald gelüftet) ein sehr umfangreiches Sound Branding. Vor längerer Zeit startete ich dazu einen Suchaufruf nach einer Sängerin/Sprecherin mit dem Hinweis, dass es sich um ein Studentenprojekt ohne Budget handelt, allerdings mit der Chance auf Übernahme des Brandings und Gewinnbeteiligung, falls es ein Entgelt gibt.

Unter anderem meldete sich eine Sängerin hier aus Berlin, die ich einweihte in das Projekt und welche diesem zusagte. Ich war froh jemanden an der Hand zu haben. Etwas war ich zwar irritiert, dass sie nach einer Gage fragte, wo ich doch in der Ausschreibung “kein Budget” angegeben hatte, aber wir einigten uns darauf, dass sie als Lohn für ihre Mühe zusätzlich einen Demosong bei mir aufnehmen könnte, den ich dann auch für sie abmischen würde. Im Übrigen ein fairer Deal, denn Studio und Produzent, welcher einen mit teurem Equipment aufnimmt und dann den Song editiert, abmischt und mastert, kosten normalerweise richtig viel Asche.

Nun bin ich in den Endzügen meiner Arbeit, habe gut 12 verschiedene Audio-Elemente produziert und muss alles bis Mitte September abgegeben haben, also in zwei Wochen. Für die zwei einzusingenden Songs habe ich Texte geschrieben, Musik produziert und sogenannte Guide-Tracks erstellt. Das hat alles Zeit gekostet und natürlich ist es jetzt etwas knapp. Jedoch hatte ich ihr im Voraus geschrieben, dass ich Ende August, Anfang September aufnehmen wolle und habe sie zudem nach ihren Sperrzeiten gefragt. Es war also alles geplant und glasklar.

Ich schickte ihr nun das Material und gab an, dass mir der knappe Zeitplan bewusst sei. Plötzlich stellte sich aber heraus, dass sie unplanmäßig einige Tage weg sei und ihr das alles zu kurzfristig wäre, sich die Songs anzueignen. Sie dachte, wir hätten noch länger Zeit. Ich wies sie freundlich darauf hin, dass ich ihr alle Infos im Voraus gegeben und sie nach den Sperrzeiten gefragt hatte. Mit einem Schlag distanzierte sie sich von dem Projekt. Jetzt… kurz vor Ende. Mit dem Hinweis, ich könne so etwas nicht von einer Profisängerin erwarten, vor allem bei der jetzigen Stimmung (???) und solle mich lieber an eine Hobbysängerin wenden.

Hier die Punkte, die ich sehe, zusammengefasst:

  • Was das Argument mit der Hobbysängerin betrifft: Sie als “Profisängerin” hat sich bei mir auf meine Ausschreibung gemeldet. Nicht umgekehrt. Sie hatte alle Infos und wusste exakt, worauf sie sich einlässt.
  • Auch wenn sie die Profi-Fahne mehrmals weit hochgehalten hat, ist ihr Verhalten unprofessionell. Profis kennen die manchmal kurzen Fristen der Branche und sind flexibel, Profis können sich schnell Songs aneignen und Profis stehen zu ihrem Wort und halten sich an Abmachungen.
  • Genau betrachtet hatten wir einen Vertrag geschlossen, auch wenn dieser per Chat gemacht wurde. Wenn ich jetzt penibel wäre, könnte ich sie wegen Vertragsbruchs belangen. Aber was hätte ich davon? Und wie bereits erwähnt war das Entgelt mit meiner Studioleistung eine Menge wert. Das ist ihr nicht so wirklich bewusst.
  • Sie hat sich selber die Chance auf eine richtig gute Referenz genommen. Wie gesagt geht es hier um ein echt großes Unternehmen. Und dieses wäre vielleicht sogar zukünftig wieder auf sie zu gekommen, was neue Aufträge und einen Verdienst für sie bedeutet hätte. Mal abgesehen von der positiven Propaganda in ihrer Vita.

So schießt man sich also selber ab. Dumm gelaufen. Professionell ist das alles mitnichten. Und so etwas spricht sich herum. Mich so kurz vor dem Ende auf diese Art im Stich zu lassen und es vor dem Hintergrund obiger Punkte sogar noch mir in die Schuhe schieben zu wollen, ist eine echt arge Breitseite und ein absolutes No-Go. Ich wünsche ihr mit dieser Einstellung dennoch viel Erfolg und vor allem Glück.

Ich krempel jetzt nochmal richtig die Ärmel hoch und rocke die letzten Wochen. Yeah! 🙂

Sänger und weibliche Brand Voice gesucht

Seid mir gegrüßt Berliner und Umländer. Ich absolviere jetzt meine Abschlussarbeit an der WAVE AKADEMIE für Digitale Medien als Sounddesigner und erstelle für eine großes Berliner Unternehmen ein Sound Branding. Das Ergebnis wird im Oktober im Berliner Pfefferberg vorgestellt und hat Chancen danach vom Unternehmen offiziell verwendet zu werden

Zwei der Elemente, welche ich produziere, sind ein Brand Song im Genre Rock-Pop und ein Corporate Song (firmeninterner Motivations-Party-Song) im Genre Schlager. Texte entwickle ich zur Zeit und die Songs (Guide-Tracks) werden ebenso gerade komponiert

Für diese beiden Elemente suche ich einen enthusiastischen Sänger, der Lust und Laune hat sich die Musik anzueignen und mit mir in unseren Studios aufzunehmen.

Zudem suche ich für das Einsprechen des Markennamens (und eventuell eines Claims) auch eine weibliche Brand Voice, kraftvoll, gestanden, reif, energiegeladen.

Im Moment verfüge ich über kein Budget. Sollte es aber zu einer entgeltlichen Verwendung kommen, beteilige ich alle Mitwirkenden sehr gerne daran. Das gesamte Projekt muss bis Mitte September abgeschlossen sein

Ich freue mich auf Nachricht, gerne mit Hörproben.
Herzliche Grüße, Fabian 🙂

Filmshow PanOptikum

Ein mutiges Team ohne Erfahrung im Live-Fernsehen kam zusammen und tat es. Nicht perfekt, aber mit Herz.

Am 18. Juni haben wir den Sound für die erste PanOptikum Live-TV-Show des Fernsehsenders ALEX Berlin mitgestaltet. Produziert von Blue Arc Productions in Zusammenarbeit mit der filmArche. Mit den Gästen Saralisa Volm und Janis Westphal. Präsentiert von Katrin Kaspar, David-Jonas Frei und Jorgos Stathis. Und der großartigen Band A Panda do Sol. Es war sehr aufregend. Vielen Dank an alle Beteiligten. 🙂

Gratis Broschüre

Sie sind ein mittelständisches Unternehmen? Sie möchten gerne etwas über die Wirkung von Musik und Klang erfahren? Sie sind neugierig, was ein Sound Branding ist und wie Sie dieses wirksam für Ihr Unternehmen einsetzen können?

Super! Klicken Sie einfach auf das Bild und laden Sie sich die Gratis-Broschüre “Sound Branding für Unternehmen” herunter.

Superbooth 2019 Videos

Ich habe mich im Auftrag der WAVE AKADEMIE für Digitale Medien auf der Superbooth 2019 umgesehen und einige sehr interessante Menschen interviewt, wie z.B. Techno-Legende Dr. Motte, Mark Reeder, Dieter Doepfer, das Behringer Team und weitere abgefahrene Geräte-Hersteller. Die ersten zwei Videos, bei denen ich die Post-Production inklusive eigener Musik übernommen habe, sind jetzt online. Ich hatte viel Spaß. Schaut rein!